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Sanierung & GMG4. August 2026Lesezeit: 9 Min.

Energieeffizienzklasse H verbessern: Was muss ich sanieren, um auf E zu kommen?

Veröffentlicht von: Redaktion wohn-rechner.de
Energieeffizienzklasse H verbessern: Was muss ich sanieren, um auf E zu kommen?
Die Energieeffizienzklasse eines Gebäudes wird durch seinen Primärenergiebedarf bestimmt. Klasse H bedeutet: über 250 kWh/m²/Jahr. Klasse E: 125–175 kWh/m²/Jahr. Der Unterschied bedeutet in der Praxis: ca. 1.200–2.000 EUR weniger Heizkosten pro Jahr bei einem 150-m²-Haus. Welche Maßnahmen nötig sind, hängt vom Ausgangszustand ab — aber typischerweise reichen Dach + Fassade + Heizung.

Energieeffizienzklassen im Überblick (Primärenergiebedarf)

KlassekWh/m²/JahrTypischer HaustypHeizkosten 150 m²/Jahr (Gas)
A+< 30Passivhaus, KfW 40+ca. 200–400 EUR
A30–50KfW-Effizienzhaus 55ca. 400–700 EUR
B50–75Neubau 2010erca. 700–1.050 EUR
C75–100Gut sanierter Altbauca. 1.050–1.400 EUR
D100–130Teilsanierter Altbauca. 1.400–1.820 EUR
E130–160Basisdämmung vorhandenca. 1.820–2.240 EUR
F160–200Altbau 1990erca. 2.240–2.800 EUR
G200–250Altbau 1975–1990ca. 2.800–3.500 EUR
H> 250Ungedämmter Altbau < 1975ca. 3.500–5.000+ EUR

Typische Maßnahmen von H auf E (Altbau 1965, 150 m²)

  • Dachbodendämmung (20 cm Einblasdämmung): -15% Energiebedarf, Kosten ca. 3.000–6.000 EUR, Förderung 15–20% BAFA.
  • Kellerdeckendämmung (EPS, 6 cm): -5% Energiebedarf, Kosten ca. 1.500–3.000 EUR.
  • Fassadendämmung WDVS (14 cm): -30% Energiebedarf, Kosten ca. 15.000–28.000 EUR, Förderung 15–20% BAFA.
  • Fenstertausch (Dreifachverglasung): -10% Energiebedarf, Kosten ca. 8.000–16.000 EUR, Förderung 15–20% BAFA.
  • Heizsystem: Wärmepumpe statt Gasheizung verbessert die Energieeffizienzklasse erheblich, da erneuerbare Energie anders gewichtet wird.
  • Ergebnis: Gesamteinsparung ca. 55–60% → von 280 kWh/m²/Jahr auf ca. 115–130 kWh/m²/Jahr = Klasse D/E.

Welche Maßnahmen bringen Sie auf Klasse E?

Wichtiger Hinweis für Eigentümer

Ein Energieberater kann mit einem iSFP-Sanierungsfahrplan die optimale Reihenfolge für Ihre spezifische Situation festlegen. Erste Einschätzung erhalten Sie über unseren Heizkosten-Rechner: /heizungs-rechner/

Warum Klasse E wichtig ist — und Klasse B das Ziel sein sollte

Die Energieeffizienzklasse wird zunehmend wichtiger: Bei Immobilienverkäufen und -vermietungen wirkt sie direkt auf den Wert. Ab 2030 (geplant) könnten Immobilien der Klassen F-H nur noch schwer vermietbar sein (EU-Gebäuderichtlinie EPBD). Wer jetzt auf E saniert, schützt den Immobilienwert und spart Heizkosten. Das mittelfristige Ziel sollte Klasse C oder B sein.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was bedeutet Energieeffizienzklasse H beim Haus?

Klasse H bedeutet: Der Primärenergiebedarf liegt über 250 kWh/m²/Jahr. Bei einem 150-m²-Haus entspricht das einem Energieverbrauch von über 37.500 kWh/Jahr und Heizkosten von ca. 3.500–5.000 EUR/Jahr bei Gas.

Wie viel kostet es, ein Haus von Klasse H auf E zu sanieren?

Typischerweise ca. 30.000–60.000 EUR brutto für ein 150-m²-Haus (Dachboden + Fassade + Fenster). Nach BAFA-Förderung (15–20%) sinkt der Eigenanteil auf ca. 24.000–48.000 EUR. Mit iSFP-Bonus weitere 5% Ersparnis.

Welche Maßnahme verbessert die Energieeffizienzklasse am meisten?

Die Kombination aus Fassadendämmung (-30%) und Heizungstausch (Wärmepumpe verbessert Primärenergiefaktor) bringt die größte Verbesserung. Allein Fassadendämmung kann 2–3 Energieklassen verbessern (z.B. von H auf F).

Wird die Energieeffizienzklasse beim Hausverkauf wichtiger?

Ja. Ab 2030 soll die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) in nationales Recht umgesetzt werden, was Anforderungen an die Mindestenergieeffizienz von Immobilien stellt. Bereits jetzt reduzieren schlechte Klassen den Verkaufspreis und erschweren die Vermietung.

Wie lange dauert es, die Energieeffizienzklasse offiziell zu ändern?

Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen muss ein neuer Energieausweis ausgestellt werden. Ein Energieberater oder zugelassener Energieausweisaussteller kann das in 1–2 Wochen erledigen. Kosten: 50–250 EUR für den neuen Ausweis.